Freitag , der 05. März 2021 , 18:07 Uhr
Klick: Zur Startseite. Zeigen ohne Klick: Kontaktdaten.
Email an uns

Guten Tag!

Willkommen auf den Seiten der hausärzlichen Privatpraxis Dr. Stähler in Kürnach.


Mein Augenmerk liegt in erster Linie darauf, möglichst viele beschwerdefreie und selbstbestimmte Lebensjahre für meine Patienten zu erreichen. Hinsichtlich dieser "healthy life years" liegt Deutschland gegenüber anderen Ländern zurück.
Keines der mir bekannten Qualitätsmanagementsysteme erwähnt dieses Ziel, und weder Zertifikate noch Arztbewertungsportale geben dazu Auskunft.
Ich habe deshalb auf eigene Faust umgesetzt, was ich für nötig hielt. Unter "Qualität" können Sie die Ergebnisse nachlesen.

Ich verlasse mich auf rationale Methodik. Das bedeutet einerseits ein im Wesentlichen schulmedizinisches Leistungsangebot, andererseits auch die Konzentration auf diagnostische und therapeutische Massnahmen, deren Wirkung erwiesen ist. Es bedeutet auch das Vermeiden von sachfremden Einflüssen auf Entscheidungen. Es gehört daher zur Hauspolitik, weder Essenseinladungen noch sonstige Zuwendungen anzunehmen.

Ich bedanke mich vorab für Ihr Interesse und darf Sie einladen, bei Fragen, Kommentaren oder natürlich auch zur Terminvereinbarung Kontakt aufzunehmen.

Ein Hinweis zum Datenschutz:
Spätestens seit der Umstellung von ISDN auf TCP-IP-Telefonie müssen Sie davon ausgehen, dass jedes Gespräch mitgehört wird; und sei es auch nur, um mittels Spracherkennung verdächtige Schlagworte herauszufiltern. Wenn Sie Dinge besprechen wollen, die Sie in Gegenwart anderer Personen nicht ansprechen würden, empfehle ich den persönlichen Kontakt in der Sprechstunde.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Stähler



Zum Covid-19-Impfstoff von Astra Zeneca:

Ich habe am 24.02.2021 meine erste Covid-Impfung erhalten. Für mich gab es Astra, und das habe ich auch genommen. Es gilt das Kartoffeltheorem: Nun sind die Kartoffeln da, dann werden sie auch gegessen. Man quengelt ja auch in Hamburg in der Kiezkneipe nicht, weil der Wirt kein Unertl hat.

Als sich bis zum Abend keine Nebenwirkungen eingestellt hatten, fand ein Belastungstest ähnlich dem statt, den Sie als meinen jährlichen Verträglichkeitscheck für den Grippeimpfstoff kennen; allerdings indoors und in halber Länge (60 Minuten Trimmrad, 900 g Flüssigkeitsabgabe; das ist zwar keine Athletenleistung, aber schon mehr als ein Spaziergang. Eventuelle Beeinträchtigungen durch die Impfung sollten dabei auffallen.).

Danach und am Folgetag war der Blutdruck etwas niedriger als sonst, und das war es.

Sicherlich reagiere ich mit 61 Jahren etwas schwächer als jüngere Leute, aber es folgt dennoch, dass Impfbeschwerden keineswegs zwangsläufig eintreten müssen.

Zur Wirksamkeit:

Ich sehe keine verlässliche Basis für die Behauptung, der Astra-Zeneca-Impfstoff schütze schlechter als die mRNA-Konkurrenz.

Die Astra-Zeneca-Studie hatte Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich, Südafrika und Brasilien. Die Teilnehmer könnten beispielsweise ansteckenderen Virusstämmen ausgesetzt gewesen sein als die der Studien der anderen Impfstoffhersteller. Die Fallzahlen waren für zuverlässige Aussagen zu gering. So mussten in der Astra-Zeneca-Studie gerade einmal 5 Teilnehmer der Kontrollgruppe wegen schwerer Verläufe ins Krankenhaus, in der Verumgruppe hingegen keiner. Mich stellt es in statistischer Hinsicht nicht zufrieden, darauf den Schluss auf 100%igen Schutz zu stützen.

So kommt der Wunsch nach einer breiteren Datenbasis auf. Die gibt es:

Hier finden Sie eine Vorabnachricht über eine Untersuchung aus Schottland, wo etwa ein Fünftel der Einwohner geimpft wurde (ja, das geht). Das macht über eine Million Impflinge. Es fand sich eine Schutzwirkung des Astra-Zeneca-Impfstoffs vor schweren Verläufen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern, von 94% nach einer Dosis. Der Biontec-Impfstoff schützte zu etwa 85%.

Mir reicht das.

Bleibt zu hoffen, dass es auch für Hotelübernachtungen reichen wird. Der Ausflug , der 2020 ausfallen musste, soll nämlich wieder stattfinden, und zwar ohne Zelt.

Mein Tip:

Wenn Sie Astra-Zeneca Impfstoff angeboten bekommen, dann nehmen Sie ihn. Es spricht ohnehin viel dafür, dass man wegen Mutationen nachimpfen müssen wird. Dann wird es wahrscheinlich genügend Nanopartikel-transportierten mRNA-Impfstoff geben. Zudem ist es möglich, dass die Verwendung unterschiedlicher Herstellervarianten die Breite der Immunantwort und den Schutz verbessert.


Ich wünsche Ihnen eine nebenwirkungsfreie Zeit nach der Impfung und viel Spaß nach dem Lockdown.


Joachim Stähler